BIOGRAPHIE


Philippe Mahler wurde 1957 in Regensburg an der Donau geboren. Er entstammt eine Schweizer Musikerfamilie.

Nach einer Ausbildung zum Kunstglasmaler wandte er sich seiner eigentlichen Berufung zu, der Malerei. Zwischen 1976 bis 1979 studierte er Malerei bei Albert Chavaz (Savièse, VS), einem bedeutenden Vertreter der Genfer Schule.

1983 erhielt er den Förderpreis der Stadt Konstanz, 1993 den Kulturpreis der Städte Konstanz und Kreuzölingen zum Thema "Grenzen". Nominierung für das Berliner-Stipendium der Thurgauer Wirtschaft 2004.

Philippe Mahler lebt und arbeitet in Kreuzlingen (CH) und hält sich regelmässig in Andalusien, im Tessin und Südfrankreich.

Einzelausstellungen der letzten Jahre (Auswahl):

2015
"Espaces" Kunstverein Frauenfeld

2012
„Ouverture“, Galerie Mahler, Wien

2012
Auf der „ART“ in Karlsruhe

2012
„Blick-Wechsel“, Museum Rosenegg, Kreuzlingen

2010
„Art in Residence“, TERTIANUM AG, Frauenfeld

2010
„Transitions-Übergänge“, Städtische Galerie Engen, Engen

2008
„Einsichten-Aussichten“, Galerie O, Schaffhausen

2008
"Zeit-Raum", Galerie Bagnato, Konstanz

2008
„Einsichten-Aussichten“, Galerie Artefiz, Zürich

2006
"Ouverture", Museum Rosenegg, Kreuzlingen

2006
"Passagen". Galerie RW Fine Arts, Winterthur

2004
„Reichweite“, Städtische Galerie, Neues Schloss, Meersburg

2003
"Wasser", Galerie O, Schaffhausen

2003
„fliessen-still“, Galerie Schedler, Warth TG

2002
"Gang in die Landschaft", Schloss Greifenstein, St. Gallen

2001
"Begrenzte Räume - Offene Grenzen", Kulturzentrum am Münster, Konstanz

1999
"Licht und Schwere". Galerie Kreuzgang, Schloss Bildegg TG

1999
"Ernte-Zeit", Galerie Bagnato / Publikation, Konstanz

1998
„Solitude“, Forum Art, Konstanz

1998
Galerie Pomone, Lausanne

1997
Kunstverein (Katalog), Frauenfeld

1995
"Kunst und Architektur", Bottighofen TG

1994
Galerie für Gegenwartskunst, Bonstetten ZH

1992
Galerie Schönenberger, Kirchberg SG

1992
Galerie im Kornhaus, Rorschach

1991
Galerie Grande Fontaine, Sion VS

1990
Galerie Pomone, Lausanne

1986
Galerie Schloss, Arbon

1984
Fondation du Chateau de Villa, Sierre VS

1979
Galerie Etienne,Frauenfeld
 
 

ÜBER SEIN WERK


"Lichtstimmungen aktivieren Erinnerungen und bringen gleichzeitig Visionen hervor. Für Philippe Mahler ist Malerei ein Grenzgang. Im Spannungsfeld zwischen Öffnung und Begrenzung lotet er die sinnlichen Dimensionen bühnenartiger Räumlichkeit aus. Die Rätselhaftigkeit seiner Bilder geht einher mit einer für sein Schaffen charakteristischen Durchlässigkeit. Er nutzt das Paradox, um das existenzielle Gefangensein in einem Zustand des Entweder-oder aufzubrechen. Nicht eindeutig ist, was Fenster, was Bild, was Bild im Bild, was Spiegel, was Spiegelbild ist. Projektionslicht als gemalte Leerstelle auf einer (Kino-)Leinwand, Scheinwerferlicht auf einem weiss grundierten Bildträger, ein Rechteck auf der Atelierwand, ausgelöst durch das von einem Fenster gespiegelte Tageslicht, sind mediale Zeichen einer Gedankenmalerei im Dienst reiner Visualität." Sabine Arlitt

Mahlers Werken ist eine thematische Mehrschichtigkeit eigen. Auf den ersten Blick realistische Darstellungen erweisen sich als imaginäre, innere Bilder.

"Philippe Mahler beschäftigt sich seit langem konsequent mit existentiellen Themen. Dass sich seine metaphorische Sicht der Dinge mit französischer peinture verbindet, gehört zum spezifischen Doppelwesen seiner Malerei" 

Dr. Christoph Vögele - Kunstmuseum Solothurn

Nuancenreiche Übergänge bestimmen seinen Malstil, was Dr. Vögele wie folgt beschreibt:

"Durch den subtilen Einsatz von Licht und Schatten gelingt es Mahler, den Raum zu beleben und in ihm eine ganz besondere Stimmung zu erzeugen, die (...) wortlos wirkt, ohne Motiv und Metapher auskommt, ganz im Bereich einer Malerei von Lichtwerten, Tönen und Klängen liegt."

Philippe Mahler kreiert imaginäre Räume. Er stellt sie vor uns wie Staffageelemente, schiebt sie wie Theaterkulissen vor unsere Augen. Die uns gegebenen Ausblicke sind Vortäuschungen. Wir stehen vor einer surrealen Welt, in die wir nicht eintreten können. Philippe Mahler schafft durch die klare Differenzierung von Kunst und Lebenswelt, von Objekt und Subjekt transitorische Momente.

Systematisch stellt uns Philippe Mahler vor unauflösbare Problematiken, setzt uns paradoxe Situationen vor. Leise, still und beharrlich.

Die Wiederholung einzelner Motive, einzelner Bildelemente gleicht dem Echo, das uns von allen Wänden wirderhallt und damit immer auf uns zurückgeworfen wird. Wir werden auf uns zurückgeworfen.

Philippe Mahler Kunstwerke sind für den Betrachter Reflexionsflächen. Selbstlos sind deshalb die dargestellten Dinge; einfach und schlicht der Bildaufbau, sakral und still ihrer Wirkung. Ilussion und Irritation gehen Hand in Hand und verführen den Betrachtenden zur stillen Kontemplation.

Im Spannungsfeld zwischen Öffnung und Begrenzung lotet Philippe Mahler die sinnliche Dimension bewohnter Räume aus. Er formuliert stilllebenhafte Arrangements, Landschaften und Interieurs. In seinen Werken verbirgt sich eine Rätselhaftigkeit, deren man erst auf den zweiten Blick gewahr wird. „Sehnsucht nach unermesslicher Weite und gleichzeitig nach intimer Nähe verschmelzen in seinen Bildern“.

Themeaustellungen der letzten Jahre (Auswahl):

2016
"Werkschau Thurgau" Kunstraum Kreuzlingen

2016
"10 Jahre - 10 Künstler" Museum Rosenegg

2013
"Wandeln" zusammen mit Johannes Dörflinger (DE), Tone Fink (AT), Museum Rosenegg

2012
"Art Karlsruhe", Galerie Bagnato Konstanz

2010
"Art in Residence" Residenz Friedau. Frauenfeld

2008
"Selbstprortraits" Ortsmuseum Trotte, Arlesheim, Sammlung Jürg Ganz

2006
"Gefässe" Galerie Carla Renggli, Zug

2003
"Behältnis" Kunstnacht Konstanz/Kreuzlingen Galerie Bagnato, Konstanz

2001
"Selbstbildnis" Galerie Kairos, München

200
"Schauplatz Malerei" Kunstmuseum des Kantons Thurgau
 
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